Der Sonderverein der Gimpeltaubenzüchter von 1910 ************************************************************************************ 25 Jahre - Zusammenschluss von SV und SZG   Wurde hier schon der Grundstein für die Vereinigung von SV und SZG gelegt? Im Jahre 1988, als noch nicht an eine Öffnung der Grenze zu denken war, kam Kurt Weinkeim in Begleitung von Giesela und Klaus Gebhard sowie Konrad Hösch zu Hans Hamberger zu Besuch. Das letzte Rundschreiben der SZG vor dem Zusammenschluß. <== bitte anklicken 25 Jahre ist es nun schon her das die Züchter von Gimpeltauben aus West und Ost den Gedanken hatten gemeinsame Wege zu gehen. Grundsätzliches Ziel war es gemeinsam unsere schöne Gimpeltaube zu züchten und nicht wie über vierzig Jahre geschehen parallel, weil politisch getrennt, der Zucht nachzugehen. Wenn alles in den vierzig Jahren parallel in der Zucht verlaufen wäre hätte so manche züchterische Diskussion nach der Vereinigung nicht sein müssen. Aber, man kann es niemandem verdenken, in den 40 Jahren gingen die beiden parallel verlaufenden Geraden ein stückweit auseinander. Wurde auf der einen Seite grundsätzlich nur auf Farbe gezüchtet gehörte auf der anderen Seite das äußere Erscheinungsbild zum Typ des Gimpels. Sicher lassen sich noch weitere der Parallele abweichende Merkmale aufzählen. Das Thema Vereinigung ist aber kein Neues in Bezug auf die Geschichte der Gimpeltaube bzw. der zugehörigen Vereinstätigkeit der Züchter. Bleiben wir ein wenig bei der Geschichte. Die Gründung des Vereins in dem sich Züchter zusammenfanden um der Gimpeltaubenzucht nachzugehen muss ja irgendwann stattgefunden haben. Und da sind wir schon bei dem Problem. Es wurden zwei Vereine gegründet. Im Jahre 1910 wurde in Werdau/Sachsen der „Gimpelzüchter-Klub“ gegründet in dem Mitglieder aus ganz Deutschland vertreten waren. Darauf folgend wurde im Jahr 1912 der „Süddeutsche Gimpeltauben- Klub“ in Frankfurt am Main gegründet in dem auch Züchter aus ganz Deutschland Mitglied waren. Wenn auch nicht so Mitgliederstark wie der in Werdau gegründete. Beide hatten ihre Stärken. Der Süddeutsche war auf den damaligen Schauen präsenter und der Sächsisch-Thüringische leistete hervorragende Arbeit bei der Mitgliedergewinnung und war richtungsweisend bezüglich Veröffentlichungen in der Presse sowie Öffentlichkeitsarbeit. Es gab aber für beide gemeinsam ein grundsätzliches Problem, nämlich dasselbe was auch wir bis vor 25 Jahren hatten. Beide Vereine hatten unterschiedliche Musterbeschreibungen und damit einhergehend ganz große Differenzen auf Schauen die gemeinsam beschickt wurden. Das betraf auf der einen Seite die Arbeit der Preisrichter und daraus folgend die Unzufriedenheit der Züchter über die erfolgten Bewertungen. Wer vor 25 Jahren schon dabei war darf jetzt einmal kurz in Gedanken schwelgen und stellt fest das uns das Thema irgendwie vertraut ist. Was haben nun unsere Altvorderen der Gimpeltaubenzucht getan? Nichts einfacher als das, sie  haben einen gemeinsamen Verein gegründet. Am 25. Oktober 1924 wurde auf der Junggeflügelschau in Hannover die „Vereinigung der Gimpeltaubenzüchter“ gegründet. Erstes und vorrangiges Ziel war es einen gemeinsamen Standard zu erarbeiten, was auch umgehend in Angriff genommen wurde. Und was haben wir vor 25 Jahren getan? Wir haben nichts Neues erfunden, wir haben nur nachgemacht was 67 Jahre zuvor schon einmal vollzogen wurde. Nicht mehr und nicht weniger. Am 24.03.1990 waren bei der Zuchtausschusssitzung der SZG das erste mal der Sondervereinsvorsitzende Edgar Wartenberg und Zuchtwart Klaus Gebhard anwesend. Alfred Eisenschmidt, als Vorsitzender des SZG, und Edgar Wartenberg sowie Jürgen Schmidt vom SV, hatten einen regen Schriftverkehr und viel Arbeit bis zum Zusammenschluss der beiden Vereine. Zur Jahreshauptversammlung am 15.09.1990 in Bad Dürrenberg waren vom SV der Gimpeltaubenzüchter fast 20 Mitglieder angereist. In freundschaftlicher Atmosphäre kam es zu einer intensiven Aussprache mit anschließender Tierbesprechung. Wie die jahrzehntelangen Kontaktunterbrechungen nicht anders haben erwarten lassen, wurden unterschiedliche Zuchtrichtungen und Bewertungsschwerpunkte festgestellt. Obwohl die beiden Musterbeschreibungen nicht viele Unterschiede aufwiesen, gab es sehr unterschiedliche Grundbewertungseinstellungen. Trotz der sachlich sehr unterschiedlichen Vorstellung der Bewertung  erklärten sich gleich zehn Zuchtfreunde bereit auf der 17.Deutschen Gimpeltaubenschau in Neunkirchen am 17. und 18.11.1990 in Konkurrenz auszustellen. Damit war das Eis gebrochen, der Vorhang gefallen oder schlicht und einfach: Die Vereinigung von SV und SZG war vollzogen! Das erste Rundschreiben des SV nach dem Zusammenschluß <== bitte anklicken Was ist in den 25 Jahren geschehen? Was haben wir erreicht? Wie fühlen wir uns nach dem Zusammenschluss? Darauf von mir an dieser Stelle keine Antwort. Da wir nun alle gemeinsam in einer Mannschaft spielen spreche ich bildhaft und spiele den Ball unserer Vorstandschaft zu darauf umfassend zu antworten. Ich bin fest davon überzeugt das wir zu unserer nächsten Jahreshauptversammlung auf ein ausführliches Plädoyer hoffen können. Man könnte denken es ist langfristig geplant: Die JHV wird in Halle/Saale sein, keine 25 Kilometer entfernt ist Bad Dürrenberg. Der Ort an dem zum zweiten mal zwei Gimpeltaubenvereine den Zusammenschluss besiegelt haben. Ich glaube ein gutes Ohmen. jw ************************************************************************************ Der Sonderverein der Gimpeltaubenzüchter von 1910 __________________________________________________ Das die Gimpel die älteste Haustaubenrasse sind, lässt sich nicht eindeutig beweisen, ihre Farbe und Zeichnung aber macht sie sicher zur Interessantesten. Der Kontrast der Grundfarbe zur Deckenfarbe macht nicht nur dem Züchter seit 100 Jahren, sondern auch dem Preisrichter auf den allgemeinen Schauen massive Schwierigkeiten. Seit 1910 kümmert sich der Sonderverein der Gimpeltaubenzüchter um die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung dieser glanzreichen Farbentauben in 38  Farbenschlägen und das gleiche nochmals in glattköpfiger Ausführung. Im Jahre 1974 fand erstmals die Deutsche Gimpeltaubenschau als selbstständige Hauptsonderschau für Gimpeltaubenschau statt. Nachdem seit vielen Jahren zahlreiche Züchter aus verschiedenen Ländern Europas an der HSS teilnehmen, konnte der SV 2008 die erste Europaschau nur für Gimpel in Zschorlau, Sachsen mit 1.147 gemeldeten Tieren durchführen. Nur auf der HSS und den Gruppenschauen ist es möglich, die Tauben in einer Handbewertung zu betrachten, was für die Sonderrichter, aber auch die Züchter unerlässlich ist. Sonderrichter für Gimpeltauben zu werden bedeutet nach der Allgemeinrichterprüfung nochmals Schreibarbeiten, Probearbeiten und schließlich im 5. Jahr eine Abschlussprüfung zu machen. Außerdem ist Voraussetzung für die Zulassung ein augenärztliches Attest, dass keine Rot-Grünschwäche vorliegt. Alles zusammen, die Farbe und den Glanz richtig erkennen und einschätzen, Hinweise von Zuchtfreunden zu Hause umsetzen, Neues ausprobieren und weitergeben, sich züchterisch unter 1000 Gimpeltauben in die Spitze hocharbeiten und die Sonderrichterprüfung zu machen, reizt viele Züchter in der "Gimpeltaubenfamilie" mitzumachen. Hier gibt es keinen Neid oder Missgunst, sondern nur das gemeinsame Ziel die einzelnen Farbenschläge weiterzuentwickeln, Spitzenzüchter geben ihre besten Tiere an Kollegen ab, und können sich darüber freuen, wenn die Nachzucht im folgenden Jahr gut abschneidet. Das alljährliche Sommertreffen und die HSS sind daher feste Bestandteile des Terminkalenders eines Gimpeltaubenzüchters und auch die Frauen und Kinder freuen sich auf die Höhepunkte des Zuchtjahres. Für die beiden Jubiläumsjahre 2009 Rasse des Jahres und 2010 das 100 - jährige Bestehen, hat sich der SV einiges vorgenommen und freut sich über reges Interesse bei den zahlreichen Veranstaltungen. Volker Kraft _______________________________________________________________________________________________ Mitgliedsbeiträge Der Jahresbeitrag für Mitglieder im SV der Gimpeltaubenzüchter beträgt 20,- € jährlich. Neue Kontonummer des SV: VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG, SV der Gimpeltauben, BLZ 506 616 39 // Kto. Nr. 602 13 52 _______________________________________________________________________________________________ Gimpel-Sonderschauen! Aus gegebenem Anlass hier noch mal die Voraussetzungen zur Durchführung von Sonderschauen! Die Verantwortlichkeit für Sonderschauen obliegt ausschließlich den Sondervereinen. Für unseren SV beantragt der Vorstand diese bei den entsprechenden Großschauen (VDT, Nationale, Hannover, etc.) und meldet die SR. Die Gruppen des SV können selbständig Sonderschauen durchführen. Gruppensonderschauen sind als solche nur zu deklarieren, wenn Sie nach AAB von zust. Landesverband genehmigt sind und die Tiere von vom SV anerkannten Sonderrichtern oder Preisrichtern bewertet werden. Dabei ist es unerheblich ob die Schau selbständig, oder in Anlehnung an eine andere Allgemeine Schau nach AAB angeschlossen ist. Alle anderen Schauen mit Beteiligung der Gruppen des SV, z.B. Werbeschauen, Schau der Gimpelfreunde, etc. können selbstverständlich jederzeit durchgeführt werden, aber ohne die Bezeichnung "Sonderschau". Die Bewertung kann dann von jedem Farbentaubenpreisrichter durchgeführt werden. Für die Sonderschauen der Gruppen muss der Zuschuss beim SV Vorstand beantragt werden.                                     Der Vorstand _______________________________________________________________________________________________