Katalog der 43. HSS in Halle **************************************************************************** 43. Deutsche Gimpeltaubenschau in Halle (11. bis 13. November 2016) Daran hatte wohl, etwas mehr als ein Jahr vor diesem Termin, keiner gedacht – das die kleinste Arbeitsgruppe unseres SV, mit kaum Vorbereitungszeit, eine Hauptsonderschau aus dem Boden stampft. Damals noch 12 Mitglieder (heute immerhin 13 Mitglieder) stimmten mit 11 : 1 Pro – Stimmen gegen ihren Vorsitzenden, krempelten die Ärmel hoch und legten einfach los. Die Kontra – Stimme, nämlich der Vorsitzende der Gruppe, sah es demokratisch und spannte sich vor die Karre um die Fuhre erfolgreich ans Ziel zu bringen. Super gemacht Adelbert und Hut ab Dir und Deiner Mannschaft für Euer Engagement eine solch tolle HSS zu organisieren. Wie es so ist wenn man alles hinter sich hat, das Ereignis erfolgreich über die Bühne gebracht hat, alles gelaufen ist, dann schaut man mit einem Lächeln zurück und sieht doch eigentlich nur noch das Gute, das Schöne. So soll es auch sein, das Negative ist vergessen. Die Entbehrungen, der Aufwand, die Rückschläge, die Widrigkeiten und eventuellen Widersacher sind nicht mehr relevant. Eine schöne Schau, noch dazu mit fast 700 Gimpeltauben, Ihr könnt stolz sein. Die HSS war in diesem Jahr einen Tag länger als gewohnt und begründet darin das sie an die Bezirksschau Halle angeschlossen war. Auch wenn Stimmen laut wurden das dies für unsere Tiere nicht so toll ist so hat auch diesmal die Medaille zwei Seiten. Da am Donnerstag gerichtet wurde hatten unsere Sonderrichter die Gelegenheit an der Ausfahrt am Freitag teilzunehmen, was dann wieder versöhnlich stimmte. Der Ausstellungsleiter (links) sowie die Preisrichter und Schreiber der 43. HSS. Also wurde am Mittwoch eingeliefert und nicht nur unsere Tauben sondern auch wir wurden von den Anhaltinern auf der Messe in Halle herzlich empfangen. Nachdem die Tiere eingesetzt waren und man sich ggf. bei einer Tasse und einem Stück Kuchen gestärkt hatte wurde Quartier im Hotel bezogen. Am Abend dann gemütliches Beisammensein der angereisten Züchter und nicht ganz so gemütlich, weil mit Arbeit verbunden, die Vorbesprechung der Preisrichter für die zu erwartenden Aufträge des Richtens am kommenden Tag. Wie immer am Bewertungstag hatten die Preisrichter gut zu tun und die Züchter hatten Freizeit. Wenn man nun einmal in Halle ist sollte man es sich nicht entgehen lassen ein Museum der besonderen Art anzuschauen. Besonders deswegen weil es ist ein leckeres Museum, ein Schokoladenmuseum. Lecker nun wieder deshalb weil die Produktion bei „Halloren“ auf vollen Touren läuft und man alle Leckereien die nicht zu naschen angeboten wurden auch käuflich zu erwerben sind. Klar ist nicht ein Jeder für die süßen Sachen zu haben, aber da kann ich nur sagen: Selber Schuld. Außerdem stand ja die Adventszeit bevor und schon hatte man einen Grund die ein oder andere Kalorie, das Hüftgold mit nach Hause zu nehmen. Am Nachmittag gönnte man sich, wer wollte, noch eine Tasse Kaffe im Hotel und dann kam die Neugierde auf. Neugierig darauf wie wohl die eigenen Tiere so abgeschnitten haben. Also ging es auf in die Messehalle um nachzuschauen. Das Tagwerk war vollbracht, jedenfalls das der Preisrichter, die Tauben waren bewertet und vereinzelt mussten lediglich noch die Preise an den Bewertungskarten notiert werden. Eigentlich konnte man schon an den Züchtern erkennen wie die Tiere abgeschnitten hatten. Zufrieden mit der Bewertung = ein Lächeln im Gesicht, nicht so zufrieden = kein Lächeln im Gesicht. Macht aber nix, neue Schau = neues Glück. Sofern es in der aktuellen Ausstellungssaison noch eine Schau gab..... Der Abend verlief dann harmonisch in geselliger Runde und die Ausfahrt des kommenden Tages stand vor der Tür. Freitag 09:30 Uhr Abfahrt durchs Ländle. Ein geschundenes Ländle, was gerade dabei ist sich von den Strapazen des Bergbaues zu erholen. Wir fuhren durch eine Gegend die ehemals durch die Braunkohleindustrie geprägt war, teils Industriebrachen wo aber die Natur bereits dabei ist sich das Leben zurückzuholen. So dann auch in eindrucksvoller Weise zu sehen am gefluteten Tagebausee, dem Geiseltalsee. Der Richtigkeit halber muss man sagen das es mehrere Tagebaue waren die jetzt zu einer gemeinsamen Seefläche vereinigt wurden. Es ist wohl kaum vorstellbar, für jemanden der selbst nicht den Wandel verfolgen konnte, wie aus einer riesigen Industriegegend auf einmal  ein Landstrich für Erholung suchende wird. Auf der einen Seite Neugestaltung von Landschaften bedeutet aber auf der andere Seite nicht das Taubenzucht in Sachsen-Anhalt keine Geschichte hätte. Wir begaben uns auf historischen Boden, nämlich auf den Marktplatz von Naumburg. In Naumburg, das wird kaum jemand wissen, wurde erstmals in Deutschland ein Taubenmarkt abgehalten. Urkundlich verbrieft gibt es hier alljährlich seit 1862 die beliebten Taubenmärkte, in der heutigen Zeit jedes Jahr vier Stück im Winter. Adelbert Knobloch erläuterte recht bildhaft an welchen Stellen die Stände der Züchter von Gimpeltauben zu finden sind, wo für das leibliche Wohl gesorgt wird und konnte auch die ein oder andere Anekdote an den Mann bringen. Reisen macht durstig, ein besserer Übergang fiel mir jetzt nicht ein. Aber Grund genug mal in einer Sektkellerei vorbei zu schauen. Wir kehrten ein bei „Rotkäppchen“ ohne dem Wolf zu begegnen, aber dafür einer netten Dame die uns sehr anschaulich ein Bild von der Entstehung des Sektes vermittelte. Wie wurde herkömmlich produziert und wie geschieht es in der Moderne. Welche Zusatzstoffe dürfen, welche müssen und welche sollten nicht im Sekt zu finden sein. Und wie sollte er schmecken, der Lieblingssekt? Nun sind wir beim Thema! Weil das muss ja ein jeder selbst herausfinden was ihm am besten schmeckt. Die Sektverkostung war angesagt. Beim Trinken war dann alsbald das soeben bei der Führung durch die Kelterei gelernte wieder vergessen. Spätestens nach dem dritten Glas. Aber Hauptsache es hat geschmeckt. Das wollen wir doch hoffen denn schließlich hat sich niemand beschwert. Nachdem wir zurück waren schauten die Züchter noch einmal bei ihren Tieren vorbei da die Schau nun bereits eröffnet war und ein jeder Interesse an einem Katalog hatte. Mit ihm in der Hand lies sich beim Abendessen recht bald herausfinden wie der Tischnachbar abgeschnitten hatte und konnte gut mit ihm auf Sieg oder eben auch Niederlage das Glas erheben. Der Samstagvormittag begann mit offiziellen Eröffnung der 43. Dt. Gimpeltaubenschau und ging nach dem Mittag über in die JHV des SV. Wahlen standen auf dem Programm, die Ämter des 1. Vorsitzenden über 1. und 2. Schriftführer bis hin zum Zuchtwart galt es zu besetzen. Alle vier konnten über Wiederwahl in Ihren Ämtern bestätigt werden, herzlichen Glückwunsch dazu und viel Erfolg. Der Züchterabend ist immer wieder als Höhepunkt einer Veranstaltung zu betrachten da doch hier schon einmal ein kleines Resümee der züchterischen Leistungen gezogen wird. Auch wenn in der Zwischenzeit schon bekannt so werden an dieser Stelle die Ehrungen der herausragenden Zuchterfolge durchgeführt. Die beliebten Gimpelbänder konnte der 1. Vorsitzende Volker Kraft überreichen und auch die Zuchtpreise gingen in die Hände der erfolgreichen Züchter. Aber auch die Großen Preise der Ausstellungsleitung sowie der durchführenden AG wurden in entsprechendem Rahmen übergeben. Last but not least kamen wir zu Adelbert Knobloch. Der Mann der die Fäden nicht nur in der Hand hielt sondern auch derjenige war der ganz professionell, aber auch mit Bedacht Entscheidungen traf, seine Mannschaft so gekonnt anleitete das diese Schau zu dem wurde was sie dann war. Nämlich eine ganz tolle 43. HSS und dafür der gesamten AG Sachsen- Anhalt ein recht herzliches Dankeschön. jw