April 2017 Eine Veröffentlichung über unsere Gimpeltauben aus dem Jahre 1878 1878 – Ein jeder kann selbst nachrechnen wie alt dieser Artikel ist. Wie aktuell er noch ist kann ebenfalls ein jeder selbst einschätzen. Es wäre schlimm wenn sich die Gimpeltaube nicht weiterentwickelt hätte, bzw. weiterentwickelt wurde. Wir verwenden andere Bezeichnungen der Farbnuancen, wir haben das Blau aus der Grundfarbe weitestgehend verdrängt, der Gimpel ist nicht mehr selten.... Aber auch damals gab es schon „solche mit weißem Oberkopf“ und es gab sie „zuweilen als Seltenheit auch mit weißen Binden“. Es ist schön aus alten Zeilen zu erfahren das unsere jetzt gezüchteten Gimpeltauben schon damals attraktiv und beliebt waren. jw *********************************************************************************** April 2016 Unsere Gimpeltaubenrundschau - die 20. Ausgabe ist erschienen Eigenschaften: Interessant, fachorientiert, informativ, aktuell, nostalgisch, überregional, bunt, begehrt. Sinn und Zweck: Ein Spiegel in Papierform, der wiedergibt was im SV der Gimpeltaubenzüchter passiert. Soll die vergangene Zucht- und Ausstellungssaison durchleuchten und einen Ausblick geben was für die kommende Saison geplant ist. Soll eine Plattform sein für Vorstandschaft, Züchter, Preisrichter und Arbeitsgruppen um Aktivitäten, Erfolge, Berichte und das Vereinsleben darzustellen. Ziel: Allen Mitgliedern des SV Informationen in gebündelter Form nahe bringen und nach außen allen externen Rassegeflügelzüchtern und Interessierten den SV bestmöglich präsentieren. Entstehung: Unser Unvergessener und leider viel zu früh verstorbener Zuchtfreund Klaus Gebhard ist „Schuld“ daran das es die „Gimpeltauben-Rundschau“ gibt. Weshalb sie ins Leben gerufen wurde sagen seine Begrüßungsworte in der ersten, 1997 erschienen, Ausgabe am deutlichsten: „Liebe Gimpeltauben-Freunde Ich freue mich Ihnen nun endlich die „Gimpeltauben – Rundschau“ präsentieren zu können. Mit ihr wollen wir einen neuen Abschnitt einläuten, in dem die ganze Gemeinschaft näher zusammenrücken soll. Durch sie ist es möglich, Aktivitäten anderer Gruppen kennen zu lernen, sich in Wort und Bild an die große Gruppe Gleichgesinnter zu wenden, um Vorschläge, Berichte, Wünsche, und Tipps an den Mann zu bringen. Jedem soll ermöglicht werden sich an die Öffentlichkeit zu wenden, sich nach außen zu öffnen um so auf breiter Basis der Gimpeltaubenzucht zu mehr Transparenz, Ansehen und Erfolg zu verhelfen. Nebenbei sollte diese Broschüre auf Jahre gesehen ein Nachschlagewerk für jeden werden der sich um Fortschritt, Geschichte und Aktivitäten des SV der Gimpeltauben Gedanken macht oder kümmert. Bei allen, die durch Beiträge, Berichte und Ratschläge geholfen haben, diese 1. Ausgabe möglich zu machen möchte ich mich recht herzlich bedanken und hoffe, dass bis zur nächsten, die dann im zeitigen Frühjahr (Jan./Febr.) erscheinen soll, ebenso viele Mitarbeiter bereit sind bei der Gestaltung mitzuarbeiten. Allen Mitgliedern wünsche ich mit dieser „Gimpeltauben – Rundschau“ viel Freude, für die jetzige Brutzeit und die daran anschließende Ausstellungssaison viel Glück und Erfolg. Euer Klaus Gebhard“ Diese Worte sind heute noch genau so aktuell wie damals und lediglich durch kleine Anmerkungen zu ergänzen. Die erste Ausgabe umfasste 44 Seiten mit einem farbigen Titelblatt und drei Bildern in schwarz/weiß, so wie auch der gesamte weitere Inhalt schwarz/weiß damals gehalten war. Aber der Anfang war gemacht. Sie / Ihr halten/et die zwanzigste Ausgabe in den Händen. Was ist aus der Rundschau geworden? Ohne zu übertreiben aber auch nicht tiefzustapeln ist sie genau das geblieben was sie war. Oder sollte man sagen sie kommt in etwa an das gewollte Ziel, sprich den Sinn und Zweck, heran?! Unsere Rundschau ist runder geworden, dicker - soll heißen nicht nur mehr Seiten sondern auch mehr Inhalt. Sie ist auf jeden Fall fachlich wertvoller geworden und was die Vereinstätigkeit angeht vollständiger da z. B. alle Arbeitsgruppen ihre Aktivitäten dokumentieren. Die Rundschau ist bunter geworden. Dies betrifft nicht nur die farbliche Gestaltung, derzeitig sind 40 Seiten von 72 vierfarbig. Aber auch bunter vom Inhalt. Artikel aus der Geschichte des SV oder über gesundheitliche Aspekte unserer Tauben haben ebenso ihren Platz darin wie fachliche Themen, Auswertung der jährlichen HSS und dem geselligen Beisammensein zu unseren Sommertreffen. Ist sie das Sprachrohr des SV? Dazu ist sie zu leise. Sie wird in aller Ruhe erstellt und liegt dann irgendwann im zeitigen Frühjahr bei jedem Züchter des SV im Briefkasten. Der überwiegende Teil der Züchter freut sich darüber und gelegentlich kommt auch eine Rückmeldung. Übrigens waren diese bisher immer positiv. Das freut natürlich all diejenigen die dazu beitragen das die Rundschau überhaupt entstehen kann. All die Züchter, oft die Schriftführer, aus den Arbeitsgruppen die ihre Aktivitäten zusammentragen und in Wort und Bild zur Verfügung stellen. Alle unsere Sonder- und Preisrichter die eine Beurteilung des aktuellen Zuchtstandes auf unserer HSS und Großschauen dokumentieren und einsenden. Von der Vorstandschaft wird es schlichtweg erwartet das Informationen, Aktivitäten, Protokolle und Ehrungen sowie Glückwünsche in die Rundschau einfließen. Vom Zuchtwart kommen fachlich sehr detaillierte Berichte die nicht nur interessant sondern auch sehr lehrreich sind. Diese werden dann abgerundet durch exzellente Fotos von Details der Tiere und herausgestellter Tauben in super Qualität. Geschichtliche Themen werden genau so integriert wie Züchterporträts oder Themen die aus persönlichem Interesse entstehen. Ein ganz großes Dankeschön geht an jeden einzelnen der einen Beitrag dazu leistet das unsere Gimpeltauben-Rundschau genau so ist wie sie ist. Da ist es ganz egal ob es ein einzelner Artikel war oder ob alljährlich zu Stift oder Kamera oder in die Tasten des Rechners gegriffen wird. Es ist ein Gesamtwerk und nur dadurch ist die Rundschau so vielseitig, bunt, interessant, lehrreich, informativ – so wertvoll. Für den SV, für uns Züchter, für unsere Gimpeltauben. In der Hoffnung das auch die fünfundzwanzigste Gimpeltauben-Rundschau erscheint und diese dann noch ein Stück exklusiver ist, sind alle Züchter, Freunde und Gönner der Gimpeltaube aufgerufen weiterhin ganz aktiv an der Gestaltung der Rundschau mitzuwirken. Alle noch so unbedeutend erscheinenden Begebenheiten, Dinge zur Zucht, Fotos, Dokumente, persönliche Erfahrungen – einfach alles was irgendwie mi der Gimpeltaube zu tun hat – wird dankend angenommen und fließt in die Gestaltung der Rundschau mit ein. Der Pessimist buhlt mit der Vergangenheit, der Optimist blickt in die Zukunft.             jw *********************************************************************************************** April 2015 Karfreitag im Taubenmuseum in Nürnberg Alljährlich, und so ist es schon Tradition, lädt Karl-Heinz Sollfrank am Karfreitag ins Taubenmuseum nach Nürnberg ein. Außerhalb der offiziellen  Öffnungszeiten des Museums präsentieren sich der Förderverein sowie geladene Gäste um ihren Zuspruch zu den Aktivitäten des Museums, bzw. der Betreiber, zu zeigen. Eine feine Sache, alle Jahre wieder, immer wieder das Gleiche - könnte man meinen. Mitnichten! Nachdem ich von Heinrich Schröder erfuhr das er verhindert ist und Volker Kraft aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Nürnberg fahren konnte machte ich mich am 03. April auf den Weg. Passend zu Ostern hatte sich natürlich der Winter noch einmal zurückgemeldet, zumindest in Sachsen. Vorrausgegangen war eine Anfrage von Karl-Heinz Sollfrank nach Staatspreisen aus Zeiten der DDR und der Mitgliedsnadel der damaligen SZG. Da ich vor Jahren schon drei Staatspreise über Klaus Gebhard habe dem Museum zukommen lassen interessierte mich natürlich deren Verbleib und mit der Bitte nach der SZG-Nadel konnte ich aktuell auch helfen. So das die Idee einer eventuellen Fahrt nach Nürnberg schon im Hinterkopf bestand. Es war auch gut so denn ich war der einzige von den Gimpelleuten. Ansonsten Menschen über Menschen und es ist gar nicht so schlecht das es noch Raucher gibt. Denn diese standen draußen auf dem Hof und hätten beim besten Willen nicht alle auch noch ins Museum gepasst. Was macht dieses Treffen so interessant? Man trifft außer den Spitzenfunktionären von BDRG, VDT, Landesverbänden, Zuchtbuch und Preisrichtern natürlich auch viele bekannte Züchter die dem großen Hobby Taubenzucht wohl gesonnen sind und diesem Gutes tun wollen. Und man lernt Menschen kennen zu denen man vorher keinen persönlichen Kontakt hatte. So geschehen als ich auf einmal Jakob Relovsky gegenüber stand. Mit ihm hatte ich sicher über einen gewissen Zeitraum sogar recht viel Kontakt als es darum ging das ich von ihm die Veröffentlichungsrechte für ein Gemälde zur Nutzung für den SV bekam. Es ist aktuell auf dem Titel der Rundschau 2014/15 abgedruckt und war auch Grundlage bei der Erstellung des SV-Logo sowie der neuen Aufkleber. Der Kontakt belief sich allerdings nur via Telefon bzw. E-Mail, ebenso als ich mit ihm wegen einer Auftragsarbeit für mich persönlich verhandelte. Fazit: Ich habe einen sehr sympathischen Menschen, Züchter und Maler nun life erleben können. Für beide Seiten kein Nachteil, denn er ist auch von den Gimpeln (Tauben sowie SV) recht angetan. Der Besuch eines Museum dient ja nicht unbedingt dazu die Gegenwart zu erleben, sprich die Menschen die ich traf, sondern  ein Museum sollte ja Vergangenes und ein wenig Geschichte beherbergen. Es ist auch an dem, sehr viel aus vergangenen Tagen der Neuzeit aber auch wirklich alte Belege der Taubenzucht haben in Nürnberg einen Ort gefunden wo sie nicht nur aufbewahrt sondern auch der Öffentlichkeit zur Schau gestellt werden. Diplome, Urkunden, Gemälde, Porzellan, Keramik und Schnitzereien, man möchte meinen im Überfluss. Aber jedes Dokument bzw. jeder Artikel hat seine Berechtigung gezeigt zu werden denn es sind Zeugnisse züchterischer Aktivitäten der Wegbereiter unserer jetzigen Taubenzucht. Eine kleine Auswahl vielleicht bekannter Sachen die ich zum Thema Gimpeltaubenzucht gefunden habe sollen hier zu sehen sein , es sind aber längst nicht alle. Nun noch einmal zu den Staatspreisen und SZG-Nadel vom Anfang. Im Gespräch mit Karl-Heinz Sollfrank stellte sich heraus das er zu den Staatspreisen, sofern sie bei ihm angekommen sind, keine namentliche Zuordnung zur Herkunft hat. Wenn sie allerdings ihm übergeben wurden dann sind sie auch im Museum ausgestellt. Dem war auch so, ich habe tatsächlich zwei Stück gefunden. Zwei SZG-Nadeln konnte ich ihm auch aushändigen, darüber hat er sich sehr gefreut denn nun ist seine Sammlung an Vereinsnadeln der ehemaligen Tauben-SZG der DDR vollständig. Unsere war die letzte die noch fehlte. Damit dann auch die Sammlung der Gimpel-Rundschauen vollständig ist erhielt er selbstverständlich auch die aktuelle Ausgabe. Ende gut, alles gut! Alle sind zufrieden und zufrieden habe auch ich die Heimreise angetreten denn die Reise hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Das Taubenmuseum werde ich noch einmal besuchen, allerdings zu einem Zeitpunkt wo nicht mit einer solchen Menschenansammlung zu rechnen ist. Eventuell finde ich dann doch noch einige Highlights der Gimpeltaubengeschichte. Wenn ja berichte ich auch wieder darüber. jw