Katalog der 45. HSS
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     45. Deutschen Gimpeltaubenschau - 50 Jahre AG Sachsen   

vom 24. und 25. Nov. 2018 in Schönbach         

        

           

Austragende AG der 45. HSS war wieder einmal die AG Sachsen und wieder einmal fand die Schau in Schönbach in der Oberlausitz statt, nun bereits das dritte mal. Die AG Sachsen hatte eingeladen und beim RGZV Schönbach fanden wir ein uns bekanntes Ambiente den Wettstreit der Bewertung unserer Tiere auszutragen und vor allem um auch ein paar fröhliche Stunden gemeinsam über das Wochenende zu verbringen. Das im Jahr 2018 in Sachsen die HSS stattfand hat einen Hintergrund, wir feierten in diesem Jahr das 50jährige Bestehen unserer AG. Grund genug die HSS auch unter diesem Motto stattfinden zu lassen.


Genug der Vorrede, Taten sind gefragt, denn von allein findet so eine Schau nicht statt. Die Vorbereitung begann natürlich weit über ein Jahr vorher und ging einher mit so banalen Sachen wie einen austragenden Verein inkl. Ausstellungslokal zu finden, die notwendigen Quartiere für die Aussteller, ein Rahmenprogramm zu erstellen und den Züchterabend als Höhepunkt zu organisieren. Letztendlich nach Möglichkeit eine Wohlfühlatmosphäre für Besucher, Aussteller und Tier zu schaffen. Ob das immer zur Zufriedenheit eines Jeden gelingt ist sicher fraglich. Idealerweise wäre sicher eine gemeinsame Unterbringung aller Aussteller und Besucher des Züchterabends z.B. in einem großen Hotel von Vorteil gewesen. Zum Beispiel gibt es aber dies nun nicht in Schönbach und naher Umgebung, sprich kleinere Hotels sowie Pensionen wurden von uns bezogen. Dafür konnten moderate Übernachtungskosten und kurze Wege einiges wieder wettmachen. Der Ausstellungsleiter nimmt es auf seine Kappe sich gegen weite Wege und hohe Kosten für die Übernachtungen entschieden zu haben. Sofern es Kritik zum Thema geben sollte.

Ideal allerdings die Unterbringung unserer Gimpeltauben, deren Betreuung und auch Versorgung aller Aussteller und Besucher der HSS vor Ort. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den RGZV Schönbach die sich in jeder Hinsicht redlich Mühe gegeben haben. Einreihiger Aufbau wurde von Haus aus garantiert und es hätten wohl auch die doppelte Zahl an Gimpeltauben gemeldet werden können um dies zu realisieren. Genügend Licht für unsere Preisrichter zur Bewertung, breite Gänge für die Besucher und eine Gastronomie die darum besorgt war das es keine hungrigen Bäuche oder trockene Kehlen gab.

Die Schau vorzubereiten bedarf immer helfender Hände, einer allein wird dies wohl kaum stemmen können, so auch für die HSS. Ein „gestandenes Team“ ging die Sache in Schönbach an und hätte sich evtl. über eine Hand mehr gefreut die mit anpackt. Aber wie das so ist im Leben – wie immer hat alles zwei Seiten und zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Nun schreitet die Zeit voran und irgendwann ist der Tag wo die Tiere eingesetzt werden sollen herangekommen. Einher geht damit natürlich die Anreise der Aussteller und diese haben zum Teil schon reichlich Kilometer zu fahren und sollen natürlich auch gesund ankommen. Ein kleiner Nervenkitzel für die Ausstellungsleitung, doch es ist an diesem Donnerstag alles gut gegangen. Trotzdem Züchter z.B. aus Belgien kamen, waren um kurz nach 20:00 Uhr alle Tiere eingesetzt. Dem Ausstellungsleiter viel ein kleiner Stein vom Herzen, die erste Etappe der HSS war gemeistert.

 

 

 

 


Schlaf sollte für eine Ausstellungsleitung zu einer HSS nicht unbedingt den großen Vorrang haben. Am Freitagmorgen dann galt es frühzeitig wieder auf der „Matte“, sprich in der Ausstellungshalle, zu stehen um Tür und Tor zu öffnen und den Sonder- und Preisrichtern Einlass zu gewähren. Sie waren nun gefragt die Besten unserer Gimpeltauben herauszufinden, zu prämieren und diese dann ggf. ins richtige Licht zu rücken. Sprich die Allerbesten in die Chempionklasse. Sicher gibt es immer einen Unzufriedenen, egal auf was für einer Schau. Ich will für die PR aber an dieser Stelle eine Lanze brechen, sie arbeiten an diesem Tag, machen nach bestem Wissen und Gewissen in der Regel einen super Job. So auch in Schönbach und von mir hier ein großes Dankeschön an Euch für das Geleistete. Insbesondere auch dafür pünktlich Eure Bewertungen abgegeben zu haben damit wir alle Eingaben digitalisieren und den Katalog noch am Abend erstellen konnten. Auch hier die Frage nach Schlaf, ...aber ich glaube das hatten wir schon.

  

Die Einen haben am Freitag gearbeitet, ...auch das hatten wir schon, und die Anderen haben sich vergnügt. Um unseren Ausstellern nebst Partner den Freitag etwas zu versüßen und keine Langeweile aufkommen zu lassen wurde ein Bus organisiert um unseren Gästen die schöne Oberlausitz zu präsentieren. Unter Begleitung / Führung von Christian Kretschmer und seiner Ehefrau begann die Rundfahrt pünktlich um 09:00 Uhr und führte über einige Zwischenhalte dazu das unbekannte Dinge gehört, erläutert und gesehen wurden. Danke dafür an Euch beide.

Der erste Stopp geschah in Herrnhut, ganz bewusst, da ja vom Termin her die Advents- und Weihnachtszeit vor der Tür stand. Herrnhut, für viele ein ganz bekannter Ort an dem beleuchtete Weihnachtssterne in nahezu allen Größen, nahezu allen Farben für den Innengebrauch sowie auch für außen gefertigt werden. Informationen zur Historie der Sterne, ebenso deren herkömmliche Herstellung bis zur heutigen Produktion wurden dargebracht. Immer wieder interessant ist es wenn man denen auf die Finger schauen kann die solche Sachen mit handwerklichem Geschick produzieren. Ich glaube es ist dann auch der ein oder andere Stern erstanden worden um daheim das Haus zu erleuchten oder ggf. unter dem Weihnachtsbaum einem seiner Lieben eine kleine Freude zu bereiten. Die Fahrt ging weiter mit Detailwissen unseres Fahrers gespickt und umfassend erläutert um an einer Stelle zu landen die dann doch nicht ganz so unbekannt war. Auf jeden Fall konnten alle die sich erinnern hier schon einmal eingekehrt zu sein die an den Feierlichkeiten zu 100 Jahre SV der Gimpeltaubenzüchter teilgenommen haben. 


Der Bus war in Jonsdorf angekommen und im Hotel zur „Gondelfahrt“ sollte das Mittagessen eingenommen werden. Ich hoffe es hat genau so gut geschmeckt wie damals. Nachdem für das leibliche Wohl gesorgt war ging es weiter durchs „Ländle“ und ich gehe davon aus das zur Geschichte der Region viel Wissenswertes übermittelt wurde. Am Nachmittag beim nächsten Stopp dann ein magischer Duft. Kaffee – wo kommt dieser Duft nur her? 

 

 

 

 


Ein kleiner Vier-Seitenhof mit Umgebindehaus und kleiner Kaffeerösterei war das Ziel. Es ging gar nicht anders, Kaffee und Kuchen waren angesagt und ich glaube so manche Hausfrau erfreute sich an der zahlreichen Sammlung an alten Kaffeekannen und -gedecken. Eine kleine Führung durch Hof und Rösterei gab einen Einblick in das Leben vom Damals bis zum Heute. Der Tag neigte sich dem Ende und bei den Züchtern stieg die Spannung, es war Zeit zum Ende der Ausfahrt zu kommen. Das Wissen um die Bewertung der eigenen ausgestellten Tiere hatte nun Vorrang und die Ausstellungshalle war nunmehr das Ziel. Wie das in einem Wettbewerb so ist und ist es von Ausstellung zu Ausstellung dasselbe Spiel – zufriedene Gesichter und ein klein wenig nicht so zufriedene Gesichter. Für die als Zweite genannten, auf der nächsten Ausstellung sieht alles schon wieder anders aus. Neues Spiel, neues Glück. Abends dann wurde ungezwungen in gemütlicher Runde ausgetauscht was es Neues in Familie, Zucht etc. gibt und evtl. auch ein klein wenig gefeiert. Eine Hand voll Züchter machte sich daran, ich weiß nun nicht ob wie die Anderen auch „ungezwungen“, zu arbeiten. Der Katalog musste noch gedruckt, sortiert und gebunden werden. Aber auch das wurde im gemeinsamen Zusammenspiel perfekt gemeistert. Katalog fertig – die Eröffnung der Schau kann kommen.

Auch wenn an diesem Wochenende die Junggeflügelschau in Hannover stattfand und somit alle Größen der sächsischen Rassegeflügelzucht dort vor Ort waren so konnten wir in kleinem Rahmen dennoch den entsprechenden Stellen zur Eröffnung danke sagen. Klein aber fein. Dem Bürgermeister Uwe Petruttis gebührt uneingeschränkter Dank für seine Unterstützung des RGZV Schönbach und Michael Pech als Vorsitzender des Verein wurde hier ganz offiziell dafür gedankt uns mit unserer HSS aufgenommen zu haben. Der Vorsitzende der AG Sachsen bedankte sich bei allen Züchtern und Ausstellern für ihr Kommen nach Schönbach, denn ohne Sie und ihre Tiere kann so eine Schau nicht stattfinden. Unser Vorsitzender des SV Volker Kraft würdigte die Arbeit eine solche Schau auf die Beine zu stellen, wünschte allen Anwesenden ein paar schöne Stunden in Schönbach und der Bürgermeister konnte nunmehr die 45 deutsche Gimpeltaubenschau offiziell als eröffnet erklären. Das obligatorische Glas Sekt machte die Runde und mit einem Prost waren wir mittendrin in unserer HSS. Katalog durchschauen, Tiere begutachten, das Für und das Wieder abwägen, kurzum fachsimpeln und anschauen war angesagt. Für den Nachmittag stand, wie auch auf den vorangegangen HSS, die JHV auf dem Programm. Über deren Inhalt ist an anderer Stelle dieser Rundschau im Protokoll nachzulesen, daher verzichte ich hier auf weiter Erläuterungen.

  Der Züchterabend ist immer ein bzw. das Highlight der HSS. Werden doch hier immer die großen Ehrungen der Schau vorgenommen, es werden die großen Preise der Schau ausgegeben, 


die begehrten Gimpeltaubenbänder überreicht und Glückwünsche ausgesprochen. Es ist aber auch der entsprechende und würdige Rahmen um ganz besonders verdienten Züchtern Danke zu sagen. So sollte es auch in Schönbach sein. 


Im Rahmen 50 Jahre AG Sachsen und das die HSS in Sachsen stattfindet ließen es sich der SV-Vorsitzende Volker Kraft und der Vorsitzende der AG Sachsen nicht nehmen Mareile Köhler und Conrad Schmidt zum Ehrenmitglied des SV der Gimpeltaubenzüchter zu ernennen. Herzlichen Glückwunsch. Beiden konnten die Freude, die Emotionen über die Ehrung nicht wirklich unterdrücken. Auch dafür war vorgesorgt. Ein Alleinunterhalter brachte Abwechslung und begleitete uns durch den Abend, sorgte mit so manchem lustigen, teils auch derbem, Witz für Unterhaltung.

Der Sonntagmorgen, man könnte denken die Schau ist nun gelaufen, weit gefehlt. Preisgeldabrechnung, Tierverkauf und -ausgabe, Fototermin, Züchter benachbarter Länder, Abrechnung der Schau , lokale Presse, Auszählung des Champion und, und, und... Im Büro der Ausstellungsleitung herrschte z. T. ein tüchtiges Tohuwabohu, jeder wollte der Erste sein. Einen Höhepunkt gab es noch, die Bekanntgabe des Champion der 45. HSS. Ausgezählt war dieser und so schritt der Ausstellungsleiter zur Tat um diesen bekanntzugeben und den Pokal zu überreichen. Natürlich machte er es etwas spannend und begann mit dem Tier welches die niedrigste Punktzahl erreicht hatte um Schritt für Schritt zum Gewinner zu gelangen. Sieger wurde dann ein 1,0 Kupfer Schwarzflügel unseres langjährigen SV-Mitgliedes Hans Hamberger. Unter dem Beifall der anwesenden Züchter gratulierte der Ausstellungsleiter ihm zum Champion und überreichte den Pokal.

Gegen Mittag nahmen die Züchter die Gelegenheit war noch einmal die Küche zu testen und stärkten sich mit einer  Mahlzeit für die anstehende Heimfahrt. Nach dem Mittag begann ein Teil der Züchter zu drängeln, man war ja durch das Mittagessen gestärkt, wann denn die Schau beendet wird um die Heimreise anzutreten. Oftmals sind es gerade die Züchter die gar nicht so weit zu fahren haben, aber wer kennt das nicht. Nachdem die Schau dann offiziell beendet war gab es kein Halten mehr und in Null-Komma-Nix waren die Käfige leer. Bis auf drei Käfige, da saßen noch je ein Gimpel drin. Diese wollten aber ebenfalls nach Hause und dies teilweise ziemlich weit, 2x Belgien war das Ziel. Aber auch das wurde geregelt und mit zwischenzeitlicher Quartierbelegung in sächsischen Schlägen fanden sie dann auch wieder nach Hause.

Da ich nichts Gegenteiliges gehört habe gehe ich davon aus das alle Aussteller mit ihren Tieren wieder gut zu Hause angekommen sind. Das ist als sehr positiv zu bewerten und ein weiterer positiver Punkt ist das kein Tier abhanden / gestohlen wurde und auch bis zum Ende der Einspruchsfrist keine Reklamationen eingegangen sind. Dafür möchte ich mich bedanken bzw. zeigt dies mir auch das wir doch eine große Familie sind und auch wir als Ausrichter der 45. HSS nicht so sehr viel verkehrt gemacht haben.

Ich möchte mich bei allen die am Gelingen der 45. HSS beigetragen haben, egal ob helfende Hand, Preisrichter, RGZV Schönbach, SV und AG recht, recht herzlich bedanken und freue mich auf die 46. HSS in Thurnau.

Ich wünsche allen eine erfolgreiche Zucht- und Ausstellungssaison 2019.


Gut Zucht - jw

  

 

 

 

 


        

Verena und Volker Kraft bedanken sich im Namen des SV bei Elke und Jürgen Winkler für die Ausrichtung der 45. HSS, die stellvertretend für die AG Sachsen den Dankeschön-Teller und ein Präsent in Empfang nehmen.