Die 46. deitsche & internationale Gimpeltaubenschau am 09. und 10. November 2019 in Thurnau


Zum 9. Male waren wir im November 2019 mit unseren Gimpeltauben zu Gast in Thurnau bei unseren Freunden in Franken. Als Ausstellungsleiter hatten Werner Rüger, Konrad Hösch, Thomas Beyer, Detlef Gasthüber und Helmut Ulbrich mit ihren Helfern alles Erdenkliche getan und aufgeboten damit sich Tier und Mensch wohlfühlten und unser alljährliches Treffen wieder zum Höhepunkt des Zuchtjahres wurde. Herzlichen Dank dafür.

In Thurnau waren 650 Tiere gemeldet.

Beim Eintritt in die Dieter Ganzleben Halle wurde gleich deutlich das alles ganz im Zeichen der Gimpeltauben stand.

Die Kupfer-Schwarzflügel wurden mit 74,73 Tieren gezeigt. Damit bleiben sie ohne Konkurrenz der beliebteste Farbenschlag.

Die Decken sind meistens rein und zeigen im allgemeinen feinen Lack. Grünglanz und Anfang von Ruß im Seiten- und Nackenübergangbereich sind die meist vorkommenden Wünsche oder (wenn zu unsauber oder ausdehnend) Mängel. Die Kupfergleichmäßigkeit ist nicht immer in Ordnung. Absetzendes Kopf- und Ohrenkupfer und ausgedehntes Gesichtsgrün sind die Wünsche was Farbgleichmäßigkeit angeht. Was die Gleichmäßigkeit des Glanzes angeht wünsche ich mir das die Mehrzahl der Täubinnen feuriger in Brust- und Stirnkupfer und auch im Keilsaum überdeckender sind. Die Täubinnen zeigen auch mehr die ungleichmäßigen Federspitzen in Brust, Oberkopf und Seiten. Einige 0,1 sollten auch nicht kleiner werden.

Die Spitzentauber zeigten feines feuriges gleichmäßiges Kupfer von Kopf bis Keil bei feinem Grünlack. 


Der junge Gimpelbandgewinnende Täuber von Nerreter, G. war nicht nur wunderbar in seinem Farbschlag, er wurde auch Champion der Schau. Glückwünsch Gerhard! Algner, K.D. und Hamberger, H. zeigten die anderen V-Täuber. Die Hv-Täuber gehörten Nerreter, G. (3x), Algner, K.D. (2x), Meyer, S., Schmidt, C.

Bei den Damen waren die Gewinner Hamberger, H. (2xV), Schmidt, C. (Hv), Both, L.(Hv), Meyer, S. (Hv) und Van Mol, F. (Hv)

Die Qualität der gemeldete Kupfer-Schwarzflügel mit weißen Schwingen 12,14 ist hoch und vergleichbar mit dem Hauptfarbschlag. Winkler, J. (V und 2x Hv) ist momentan der Spitzenzüchter.


Die Kupfer-Schwarzflügel Weißkopf 7,10 bleiben beliebt, aber auch schwierig. Die Kupferfarbe kann noch etwas sauberer in Seiten-, Nacken- und Keilgegend sein. Winkler, J. (V) und Quente, B. (Hv) sind die Spezialisten. In Kupfer-Schwarzflügel weißplattig 3,3 zeigt auch in diesem Jahr Winkler, J. (Hv) seine Klasse.

In Kupfer-Weißflügel ohne Binden 11,12 und Kupfer-Weißflügel mit Binden 4,2 ist das Meldezahl nicht gestiegen. Jedoch ist das Kupfer feuriger und insbesondere sauberer geworden. Die Täuber sind meistens feuriger; aber auch die Täubinnen werden feurig(er) im Brust- und Bauchkupfer gewünscht. Das Ziel in kupferweiß ist das die Kopffarbe sauber, gleichmäßig und auch mit Stirnfeuer erscheint. Im Stirn- und Keilbereich kann das Kupfer noch feuriger und breiter im Glanzsaum erscheinen. Der immer vorhanden bleibende Grünglanz im Halsbereich steht in Zusammenhang mit der Intensität des Kupfers. Bei richtiger Kupferfarbe wurden nicht ganz saubere Decken für sg-Noten hingenommen. Noch sauberere Tiere sind nicht ohne Kupferverlust möglich. Die bindigen Tiere zeigten gleichmäßige und durchgefärbte Flügelbinden. 


In 2019 war Demeur, M. Sieger mit V und Hv (beide mit Binden). Die Familie Köhler (2x Hv ohne Binden) stellten die übrigen hoch bewerteten Tiere aus.

Die Kupfer-Blauflügel ohne Binden waren mit 28,20 Tieren vertreten. Der Grünglanz im Hals ist deutlich weniger geworden, aber die absetzende Kopffarbe (zu dunkle Köpfe) in Verbindung mit einem nicht gleichmäßigen Kupfer ist nicht das Zuchtziel. Die Ungleichmäßigkeit im Kupfer kommt oft von einer zu knappen Federsaumtiefe und auch die ungewünschten glanzlosen Federspitzen zeigen sich mehrmals in Kopf-, Brust- und Seitengefieder. Ebenso sollte die Durchfärbung der Ohren intensiver sein. Auch die Deckenfarbe kann bei einigen Tieren gleichmäßiger und die Schwanzbinde etwas durchgefärbter sein. Hervor stach besonders in der gleichmäßigen Kupferfarbe der junge Tauber von Rüger, W. (V). Die hervorragenden Kupferblauflügel ohne Binden stellten Rüger, W. (2x), Dzubiella, M. und Brüstle, F. aus.

Die Kupfer-Blauflügel mit schwarzen Binden mit 7,7 sind in Qualität in jedem Fall nicht schlechter. Zweimal V für Schützendübel, G. und Hv für Paridaen, P. bestätigen den Zuchtstand. Ebenso die 2,8 Kupfer-Blauflügel gehämmert sind durchgefärbt und feurig. Die Gewinner waren Nowotnick, J. (V) und Paridaen, P. (Hv). 


In Kupfer-Blauflügel mit weißen Schwingen und schwarzen Binden 5,2 und Kupfer-Blauflügel mit weißen Schwingen ohne Binden 5,4 zeigte wieder Schützendübel, G. (V mit schwarzen Binden) und Demeur, M. (Hv ohne Binden) was im Moment in dieser Farbe möglich ist. Die ausgestellten Kupfer-Blauflügel gehämmert mit weißen Schwingen 3,1 waren Tiere mit Zuchtqualität. Die 23,15 Kupfer-Blauflügel mit weißen Binden in Thurnau waren eine wunderschöne Klasse! Die Mehrzahl zeigte (relativ) saubere weiße Binden und eine gleichmäßige Deckenfarbe. Die typischen Wünsche im Kupfer sind in diesem noch jungen Farbenschlag recht deutlich vorhanden. Aber mit so vielen Züchtern muss es möglich sein weitere Schritte nach vorn zu machen. Demeur, M. (V, Hv) und Letzerich, Kl. (2xHv) stellten die richtigen Spitzentiere aus.


Gold-Schwarzflügel wurden mit 54,40 Tieren gezeigt. Damit bleibt die Meldezahl sehr konstant; in Gold bleibt es der beliebteste Farbschlag. Eine gleichmäßige leuchtende Goldfarbe von Kopf bis Keil bleibt das A und O. Die Durchschnittsqualität ist gut, aber die gewünschte Gleichmäßigkeit im Glanz von Kopf bis Keil ist noch kein Allgemeingut. Dunkleres Kopfgold oder Rotglanz in Kopf- und Keilgegend wurden notwendigerweise angesprochen. Zu viele Tiere zeigen auch nicht die so gewünschte Halsgoldgleichmäßigkeit. Auch glanzlose Federspitzen in Brust und Seiten oder Querstreifen in Seiten und Keil sind keine Seltenheit. In Rücken- und Deckenlack waren die Wünsche gering. Einige 1,0 können mehr Lacksaumbreite zeigen. Die Spitzentiere mit einem gleichmäßigen Gold von Kopf bis Keil bei feinem Grünlack sind jedoch vorhanden und zeigten Garnreiter, G. (2xV), Kraft, V. (5xHv), Schmidt, C. (2xHv) und Gehre, M. 



Die Gold-Schwarzflügel mit weißen Schwingen (6,8) sind in jedem Fall nicht einfacher zu züchten, aber sie zeigten schöne Rassemerkmale. Der Gewinner: Franta, M. (V und 2xHv).  Die Gold-Schwarzflügel Weißkopf (5,6) halten in 2019 nicht ganz Schritt mit ihren Brüdern und Schwestern in Kupferschwarz. Hier ist die Kopfzeichnung noch nicht gefestigt. In der Durchfärbung sind sie in Ordnung, aber in der Gleichmäßigkeit des Goldglanzes müssen sie noch besser werden und die Wünsche sind ähnlich wie bei Goldschwarz. Hv für Luhn, F.


Die Gold-Weißflügel ohne Binden (14,19) waren nicht ganz wie gewünscht. Im Allgemeinem könnten sie durchgehender sein in Nacken-, Schenkel-, Ohren- und Seitengold. Zu viele Tiere sind streifig oder ungleichmäßig in den goldenen Federn; d.h. nicht satt durchgefärbt. Auf helle glanzlose Federspitzen in Brust- und Seitengegend sollte ebenso mehr geachtet werden! Die Decken zeigen sich sehr sauber. Bähring, D. (Hv) und Freitag, D. (Hv) zeigten hochwertige junge Täubinnen. Die Gold-Weißflügel mit Binden (19,23) waren etwas zahlreicher aber auch eine Idee besser durchgefärbt und glanzreicher. Hier wurde der Rotglanz im Hals und Keil mehr angesprochen. Bei besserem Licht am Samstag wurde auch deutlich das auch in bindig bei mehreren Tieren der breite Goldglanz fehlte. Auf Bindenlänge und Bindenfarbe achten sind die Wünsche was die Decken angeht. Die Spitzentiere in bindig zeigten: Overdiek, F. (2xV, Hv) und Bähring, D. (3xHv). In Gold-Weißflügel gehämmert wurden 2 wertvolle Täubinnen für die Zucht ausgestellt.

Die Gold-Blauflügel ohne Binden (17,16) sind in den letzten Jahren deutlich weniger beliebt und auch die Qualität war schon besser. Zu viele Tiere zeigen Querstreifen in Brust und Keil. Auch die Gleichmäßigkeit im Goldglanz ist zu wenig vorhanden in Brust, Bauch und Seiten. Ebenso der letzte Glanzsaum im Keil zeigt sich nicht immer leuchtend. Die Kopffarbe kann noch angepasster erscheinen. Im Halsgold sind ganz wenig Tiere richtig gleichmäßig. Es wäre angebracht Rost im Rücken (auch etwas bei den 1,0) tolerant zu behandeln. Die Decken zeigten mehrmals eine unerwünschte Herzzeichnung. Durchgehende Schwanzbinden sind meistens vorhanden. Die richtige gleichmäßige und leuchtende Goldfarbe zeigten die Spitzentiere von Kretschmer, C. (V) und Jaacks, K (3xHv). 


Die Qualität der im Moment sehr beliebten Gold-Blauflügel mit schwarzen Binden (13,13) und auch der Gold-Blauflügel gehämmert (7,6) ist im Vergleich mit hohlig besser. Die Kopffarbe kann in bindig und gehämmert noch angepasster und die Binden und Hämmerung bei den Täubern teilweise weniger rostig sein. Hier sind in 2019 Sauter, K. (V mit schwarzen Binden, Hv gehämmert) und Lang, H. (Hv mit schwarzen Binden) die führenden Züchter. Die Gold-Blauflügel mit weißen Schwingen und schwarzen Binden (1) und Gold-Blauflügel mit weißen Schwingen ohne Binden (1) sind nicht einfach zu züchten. Durchfärbung und Gleichmäßigkeit im Gold sind hier noch schwieriger zu festigen. Ebenso wurden Gold-Blauflügel mit weißen Schwingen gehämmert (4,2) gemeldet. Kretschmer, C. zeigte in diesem schwierigen Farbenschlag sehr schöne Tauben (Hv).

Drei Züchter stellten auch 18 Gimpel ohne Spitzkappen aus: Kupferweißflügel (3), Goldweißflügel (5) und Goldblauflügel (10) in sehr guter Qualität, vergleichbar mit den Spitzkappigen. Das beste Tier war ein Jungtauber in Gold-Weiß ohne Binden (Hv) von Bähring, D.

Wir freuen uns schon auf die 47. Deutsche Gimpeltaubenschau am 21. und 22.November 2020, wieder in Thurnau mit der Gruppe Süd als Ausrichter. Alle Gimpeltaubenzüchter und -liebhaber sollten sich gleich diesen Termin notieren.

Marnicq Demeur, Zuchtwart


Unsere 46. Hauptsonderschau in Thurnau war wieder ein toller Erfolg  

Unsere HSS 2019 fand am 9. und 10.11.19mit 650 Gimpeltauben in 30 Farbenschlägen als 46. Deutsche Gimpeltaubenschau beim KTZV Thurnau statt. 56 Züchter präsentierten ihre Tiere den 9 Preis- und Sonderrichter. Diese konnten 21 mal die Note V 97 Pkt. und54 mal die Note hv 96 Pkt. vergeben. Das begehrte Gimpelband errangen die Züchter G. Nerreter (Kupfer Schwarzfl.), H. Hamberger (Kupfer Schwarzfl.), J. Winkler (Kupfer Schwarzfl. m. w. Schw.), J. Winkler (Kupfer Schwarzfl. Weißkopf), M. Demeur (Kupfer Weißfl. m. B.), W. Rüger (Kupfer Blaufl. o. B.), M. Demeur (Kupfer Blaufl. m. w. B.), G. Schützendübel (Kupfer Blaufl. m. w. Schw. u. schw. B.), G. Garnreiter (Gold Schwarzfl.), M. Franta (Gold Schwarzfl. m. w. Schw.), F. Overdiek (Gold Weißfl. m. B.) und C. Kretschmer (Gold Blaufl. o. B.).  Das beste 1,1 jung Paar stellte G. Nerreter. Den Jugendpokal errangen Luis und Xaver Koppe. Zuchtpreise gingen an folgende Züchter: G. Nerreter Kupfer Schwarzfl. 384 Pkt., M. u. H-W. Köhler Kupfer Weißfl. 380 Pkt., W. Rüger Kupfer Blaufl. 380 Pkt., G. Garnreiter Gold Schwarzfl. 384 Pkt., D. Bähring Gold Weißfl. 384 Pkt., K. Jaacks Gold Blaufl. 380 Pkt., H. Lang Seltene 380 Pkt., D. Zentgraf Schwarzfl. m. w. Schw. 373 Pkt., C. Kretschmer Blaufl. m. w. Schw. 375 Pkt., F. Luhn Weißkopf u. weißplattig 379 Pkt., K. Letzerich weißbindig 380 Pkt., Jugend: L. u. X. Koppe 373 Pkt. In der Arbeitsgruppe Süd wurde G. Nerreter (Kupfer Schwarzfl.) mit 575 Pkt. Meister. Den Zuchtpreis erhielt G. Garnreiter (Gold Schwarzfl.) mit 573 Pkt. Meister in der Arbeitsgruppe Mitte/West wurde bei den Kupfergimpel S. Felter und bei den Goldgimpel V. Kraft.    In der JHV wurde der verstorbenen Zfr. gedacht und einige verdiente Mitglieder mit der VDT-Nadel geehrt. In den verschiedenen Berichten wurden Ereignisse des vergangenen Jahres, die Mitgliederentwicklung, der Zuchtstand, die Einteilung der SR und die Kassenlage erläutert. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Eine Satzungsänderung zum Datenschutz wurde vorgestellt und beschlossen sowie einige Termine festgelegt. 


  Wie bereits schon länger angekündigt, kandidierte Volker Kraft nach 15 jähriger Vereinsführung aus persönlichen Gründen nicht mehr für dieses Amt. Einstimmig wurde Hubert Blim als neuer 1. Vorsitzender gewählt. Er bedankte sich bei Volker Kraft für die langjährig geleistete Arbeit im SV und übergab ihm einen Präsentkorb. Weiter wurden wieder bzw. neu gewählt: Marnicq Demeur Zuchtw.; Siegfried Felter 1. Schriftf.; Adelbert Knobloch 2. Schriftf.; Bernhard Unger Beisitzer für Öffentlichkeitsarbeit. 


   Dank gilt dem KTZV Thurnau und den beiden AL Werner Rüger und Konrad Hösch, die von dem 1. Vorsitzenden einen Gimpelteller erhielten. Die nächste HSS findet wieder in Thurnau am 20. und 21.11.2020 statt.    
   B. Unger Öffentlichkeitsarbeit